Aufgabe und Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit

  • In unserem 2-gruppigen Schulkindergarten werden 3 – 6 jährige Kinder mit erheblichen Sprachentwicklungsverzögerungen und -störungen,  Kommunikationsstörungen sowie damit verbundenen Entwicklungs-  und Wahrnehmungsverzögerungen ganzheitlich gefördert, betreut und auf den Besuch einer geeigneten Schule vorbereitet.

  • Unsere Arbeit geschieht auf der rechtlichen Grundlage der Verwaltungsvorschriften für Schulkindergärten und des Orientierungsplanes für Kindergärten im Land Baden-Württemberg.

  • Die gesamtpädagogische Arbeit mit den Kindern lehnt sich an der Pädagogik von Maria Montessori an, sodass wir wichtige Elemente wie selbstständiges Abeiten, Hilfe zur Selbsthilfe und Lebenspraxisbezug mit den Kindern erarbeiten.

  • Wir fördern mit den besonderen Methoden der Sprachheilpädagogik. Dies bedeutet u. a., dass die sprachheilpädagogischen Angebote in den gesamten allgemeinen Kindergartenalltag integriert sind und die Kinder in allen Phasen des Kindergartenbesuchs sprachheilpädagogisch gefördert werden. Dazu gehört u. a. korrektives Feedback, das Verwenden von Lautgebärden und das Spielen mit Sprache durch Verse, Reime und Lieder.

  • Der Tagesablauf im Schulkindergarten ist auf das spielerische und zielgerichtete Lernen der Kinder in einer dafür vorbereiteten Umgebung ausgerichtet.

 

Exemplarischer Tagesablauf und Einblick in unseren konzeptionellen Ansatz:

Ankommen:
Die Kinder kommen aus der Stadt und dem Landkreis Lahr mit Kleinbussen im Schulkindergarten an.
Jedes Kind wird morgens persönlich sprachlich begrüßt, denn sprachheilpädagogische Arbeit mit den Kindern beginnt bei uns beim „Guten Morgen“ und endet mit „Auf Wiedersehen“.

 

 Morgenkreis:
Der gemeinsame Morgenkreis hat seinen festen Platz im Tagesablauf.  Rituale und integrierte Sprachförderung bestimmen dieses Treffen. Wir erarbeiten den Kalender, das Wetter und besprechen gemeinsam mit den Kindern den Stundenplan.

 

Frühstück:
Auf Grund der gemeinsamen frühen Busanfahrt der Kinder folgt anschließend das gemeinsame Frühstück.
Nach dem Motto „ Hilf mir, es selbst zu tun.“ lernen die Kinder sich am reichhaltigen Frühstücksbüfett selbst zu bedienen und Tischsitten einzuüben. Die Kinder des Küchendienstes bereiten das Frühstück vor, indem sie Obst und Gemüse schneiden, den Tisch decken und Getränke zubereiten.
Es ergeben sich morgendliche Austauschgespräche, bei denen die Kinder u. a. planen welche Ämter sie übernehmen und auch ihr nächstes Tun absprechen.

 

Freie Arbeit:
Die Gruppenzimmer sind mit Entwicklungsmaterialien für die Altersgruppe 2 – 8 und darüber hinaus mit gezielten Materialien für besondere Entwicklungsbedürfnisse, zum Beispiel zur Förderung der Mundmotorik, ausgestattet.

Die Kinder wählen selbständig (aus der vorbereiteten Lernumgebung) bestimmte Materialien aus den Bereichen,,Übungen des täglichen Lebens", Wahrnehmungs- u. Sinnesschulung, Sprache, Mathematik, Natur oder Experimente aus und üben mit diesen, je nach ihren individuellen Bedürfnissen und in ihrem jeweiligen Lerntempo.  Alle Materialien ermöglichen eine Selbstkontrolle.
Die Kinder entscheiden dabei selbständig, ob sie allein oder mit anderen gemeinsam eine Arbeit tun möchten.

 

Sprachtherapie / Sprachförderung:
Neben der täglich integrierten Sprachförderung führen die Sonderschullehrerinnen in Einzel- oder Kleingruppen gezielte individuelle Sprachtherapie mit den Kindern durch.
Das dort Gelernte wird von den Kindern und Mitarbeitern in den Kindergartenalltag transferiert und täglich gefördert und unterstützt.

 

Freies Spiel:
Neben der Freien Arbeit, den gezielten Angeboten und der Sprachtherapie haben die Kinder für ihr "Freies Spiel" vielfältige Möglichkeiten.

Freies Rollenspiel:
Dieser Bereich wurde so ausgestattet, dass er für Mädchen und Jungen gleichermaßen attraktiv ist.

Verschiedene Bauecken:
Große und kleine Legosteine, verschiedene Hölzer, Holzeisenbahn und Zusatzmaterialien laden die Kinder zu kreativem Bauen und Spielen ein.

Kicker:
Beim freudvollen konzentrierten Spiel am Kicker üben die Kinder ganz nebenbei Kommunikation mit dem Gegenüber, sowie Motorik und Koordination.

Kletterburg:
Auf der Kletterburg können die Kinder ihrem Bewegungsdrang ausleben und somit ihre Gesamtmotorik schulen.

  

Kreativ- und Kunstbereich:
Durch verschiedene Materialien werden die Kinder mit gestalterischen Techniken bekannt gemacht.
Sie setzten kreativ ihre eigenen Ideen um, freuen sich aber auch immer wieder über Anregungen durch die Gruppenleiterinnen, wie zum Beispiel beim Anfertigen von Blumentopfgeschenken für den Mutter- und Vatertag.

 

Werkraum:
Hier haben die Kinder die Möglichkeit handwerklich kreativ tätig zu sein.
Verschiedene Werkzeuge und Materialien stehen den Kindern bei gezielten Angeboten zur Verfügung.

Bewegungs- und Turnraum:
Im Bewegungs- und Turnraum können die Kinder innerhalb klarer Regeln ihren Bewegungsdrang ausleben und an gezielten Turnstunden, psychomotorischen oder rhythmisch-musikalischen Angeboten während der Woche teilnehmen.

In der Psychomotorik haben die Kinder die Möglichkeit in einem selbstbestimmten Maß und Tempo ihre Motorik zu fördern, die Wahrnehmung zu differenzieren, die Sprache u. Kommunikationsfähigkeit, sowie ihre seelisch-emotionale Entwicklung zu erweitern und zu erleben.

Bei den rhythmisch-musikalischen Angeboten arbeiten die Kinder mit den verbindenden Elementen von Musik, Rhythmus und Bewegung, sie setzen die Stimme und verschiedene Materialien ein.

 

2. Frühstückspause gegen 11:00 h:
Wer viel spielt und arbeitet muss sich am späten Vormittag nochmals stärken.
In der 2. Frühstückspause organisieren sich die Kinder in einer rollierenden Kleingruppe das Frühstück selbst – ganz nach dem Motto:
“Was ich schon selbst tun kann, tu ich für mich und auch für andere!“

 

Garten und Schulhof:
Mit der richtigen Kleidung gehen die Kinder täglich nach draußen.

Im Garten gibt es für die Kinder die Möglichkeit sich zu bewegen, zu schaukeln und zu spielen.

Den großen Hof nutzen die Kinder, um das Fahrrad fahren zu erlenen und mit verschiedenen Fahrzeugen umher zu fahren. Gerne wird auch an den Spielgeräten geklettert, geschaukelt und gehüpft.

 

Ausflüge – Lerngänge:
Regelmäßige Ausflüge und Lerngänge zu Fuß, mit dem Bus oder dem Zug ermöglichen den Kindern vielfältige Erfahrungen und Sprachanlässe in der Natur und in der gesellschaftlichen Umwelt.
Das können u. a. Exkursionen zum Bäcker, zur Polizei, in die Bücherei sein, aber auch abenteuerliche Ausflüge in den Stadtpark oder auf die Landesgartenschau.

 

Und was wir noch unternehmen:
Mit den Schulanfängern gehen wir regelmäßig in die Mediathek und zur Feuerwehr Lahr.

Bei unserem jährlichen Besuch auf dem Bauernhof stelllen wir selbst Butter her und erleben die verschiedenen Tiere. 

 

Abschlusskreis:
Der Tages-Abschlusskreis bietet den Kindern die Möglichkeit zum Austausch untereinander.
So lernen sie sich in einer größeren Gruppe mitzuteilen und zuzuhören, sowie Wünsche und Gefühle zu äußern.
Rätselraten, Sing- und Kreisspiel finden hier auch ihren Platz.

 

Heimfahrt 12:40 h
Die Kinder fahren mit dem Bus nach Hause.